Neues Tagebuch

31. März  2012

Liebe LeserInnen, liebe Freunde,

es gibt mal wieder ein paar Neuigkeiten mitzuteilen.

Es sind nämlich in den letzten Wochen Anfragen nach Ausstellungen mit Max' Bildern von Galerien in London, Berlin und New York eingegangen. Und ihr könnt euch denken, dass das für Max eine große Freude war, obwohl er nach außen ganz cool tut. Immerhin hat ihn das sogar zu der Überlegung gebracht, ob wir die Bilder persönlich dorthin bringen sollten. Und wenn man seine Bequemlichkeit berücksichtigt (Urlaub machen findet er nämlich ganz doof, zuhause ist doch alles angenehmer und da weiß man, wo alles ist und und und....) und zugegebenermaßen auch seinen gesundheitlichen Zustand (er muss ja täglich 16 Tabletten schlucken und alle 2 Wochen zum Einstellen der Medikamente zum Arzt), dann kann man sich in etwa vorstellen, dass es ihn sehr bewegt.

Aber auch die Geburt seines jüngsten Enkels Mitte Dezember hat ihn ähnlich gefreut und er hat sogar kurz die Überlegung angestellt, nach München umzuziehen, um ihn aufwachsen zu sehen und den guten Großvater zu geben (hat er nämlich bislang auch noch nie gemacht) - Alter macht wohl doch ruhig und weise. Aber letztendlich siegt siehe oben.....

Ich werde von allen weiteren Überlegungen berichten.

Bis demnächst
Erika

Ach ja, der Deal mit ARS MUNDI ist über die Bühne gegangen und seine Bilder jetzt im neuen Katalog zu finden. Aber bitte nicht über die Bild-Beschreibungen schmunzeln, sie sind Kataloglyrik des Verkäufers.

 

 

29. Dezember 2011

 

Hallo Leute,

der Verlag "ars mundi", Hannover, hat bei Max angefragt, ob er zwei Motive in seinen neuen Katalog aufnehmen darf. Der Verlag will jeweils 199 Stück drucken und von Max handsigniert und nummeriert verkaufen. Mal sehen, ob sich das lohnt. Hier die zwei Motive. Der Verkaufspreis ist mir noch nicht bekannt.

  

Die Originale sind aber beide in unserem Besitz.

Generell bin ich ganz froh, wenn mir jemand die Druckerei abnimmt. Max macht ja Vintages für den kleinen Geldbeutel, die wir dann hübsch gerahmt anbieten. Das sind kleine Digitalabzüge (etwa 30x40cm) auf Papier auch von schon verkauften Originalen. Wenn wir also damit nichts mehr zu tun hätten, sondern der Verlag das übernähme, wären wir nicht unglücklich. Bei diesen Vintages ist doch viel Kleinarbeit notwendig und der Verdienst ist auch nicht so, dass wir dafür alles stehen und liegen lassen.

Überhaupt, wir werden älter und sind nicht mehr so hinter jeder Mark her. Wir haben ja unsere Rente und wollen mehr einfach so vor uns hinleben, als uns in der Druckerei abzuplagen. Das gilt leider auch für Aufträge. Max macht keine Aufträge mehr, sondern malt (sehr bedächtig und langsam) nur noch das, was er selbst malen will und nicht das, was der Kunde gemalt haben will. Er schreibt übrigens auch nicht mehr. Das Büchermachen hat sich überhaupt nicht gelohnt. Insgesamt wurden von seinen sechs Büchern etwa 2000 Stück verkauft, dabei von einzelnen nur zwei oder zehn, von anderen etwa 1000 oder 500. Bei den meisten Büchern stellten die Druck- und Vertriebskosten den Gewinn in einen sehr dunklen Schatten.

Was nur wenige von unseren Kunden wissen: Die Abdruckrechte der Bilder verbleiben auch bei dem Verkauf eines Originals bei Max, beziehungsweise bei mir, wenn nichts anderes ausdrücklich schriftlich ausgemacht wurde. Wenn ein Kunde also uns die Abdruckrechte streitig machen will, muss er etwas Schriftliches von Max vorweisen, dass er (der Kunde) die Abdruckrechte besitzt. Der bloße Kauf des Originals genügt nicht als Nachweis.

Da Max mir die Abdruckrechte von allen seinen Bildern geschenkt hat, muss der Kunde also in Zukunft ein Schriftstück von mir vorweisen, wenn er die Abdruckrechte haben will. In diesem Schriftstück muss ausdrücklich stehen, dass die Abdruckrechte an den Kunden verkauft wurden. Eine Rechnung, dass das Original gekauft wurde, genügt nicht.

Grüß Euch, bis zum nächsten Mal

Erika

 

4.August 2011

Hallo Freunde, langsam bin ich wieder mobil!

Es ist so viel liegengeblieben in all den Wochen

Letzte Woche hatten wir Besuch von einem guten Bekannten (gut nicht, weil er immer wieder Bilder von Max gekauft hat) aus Kehl; er ist zwar bereits über 80 Jahre alt aber er kann sich so in Begeisterung reden, dass man einfach mitgerissen wird. Er liebt seine Stadt, er hat auch schon zwei oder drei Heimat-Bücher veröffentlicht mit interessanten verlegerischen oder herausgeberischen Perspektiven: In einem z.B. sagen bekannte, aber auch schon ältere Kehler, wie es gekommen ist, dass sie sich in Kehl niedergelassen haben. Und in seinem jetzt geplanten Buch geht es um die "Faszination Straßburg". Es sollen auch Texte und Bilder von Max in dieser neuen Anthologie aufgenommen werden, die Familie Köhler hat ja in Kehl einige Jahre gelebt und Max zieht es auch ab und an dorthin.

Tschüß für heute

Erika

 

Donnerstag, 21. Juli 2011

Tja Leute,

heute mal keine so guten Nachrichten. Langsam können wir unser Haus in ein Lazarett verwandeln.

Max hatte im Juni im Anschluss an meinen Unfall (ich konnte gerade erste Schritte mit Krücken machen, komme gleich drauf) eine Lungenentzündung (natürlich auch eine Folge seines schwachen Herzens) und musste ins Krankenhaus. Dabei wurde festgestellt, dass er auch noch an Vorhofflimmern des Herzens leidet. Dieses "Ereignis", wie sein lieber und kompetenter Herzarzt das nennt, beschäftigt ihn natürlich sehr und er sieht seine Zukunft in schwärzesten Farben. Und vor allem seine Laune sinkt in den Keller, weil diese Situation bedeutet: er muss jede Woche zum Arzt, bis seine Medikamentierung  umgestellt ist! Und wer ihn kennt, weiß, was das bedeutet – Abhängigkeit! Planen! Termine! Bisher undenkbar, aber er nimmt alles sehr ernst und hält sich tapfer.

Und nun zu meinem Unfall: Meine Eltern (86 und 88 Jahre alt) mussten in ein Seniorenheim umziehen, die Pflege und Versorgung war zuhause in Schweinfurt so nicht mehr zu leisten. Der Haushalt wurde aufgelöst und ich habe einige Erinnerungsstücke mit nach Schutterwald gebracht. Beim Hinaufstemmen von Teilen auf den, badisch "Bühne" genannten, Speicher (ein Bretterboden auf halber Höhe im Schuppen), bin ich wohl ausgerutscht und von der Haushaltsleiter (nur 4 Stufen!) gefallen. Mehrfache Trümmerbrüche an Arm, Bein und Fuß waren die Folge. Das war Ende März. Bis heute laboriere ich an den Folgen, kann kaum laufen, nichts heben und habe Schmerzen.

Lieben Gruß Erika

 

Montag, 14. Februar 2011

Hallo Leute,

 In der Februar-Ausgabe von „Lisa“, einem Burda-Magazin, ist ein Bollenhut-Bild von Max als Wohnzimmer-Dekoration zu sehen. Wie die zuständige Redakteurin ganz begeistert berichtet, gab es viele Anfragen, wer wohl der Schöpfer dieses Bildes sei. Eine Freundin von Max, die das Bild gekauft hat, arbeitet als Dekorations-Designerin für Burda und hat es für eine Wohnzimmer-Einrichtung verwendet. Diese Designerin ist die Frau eines Zahnarztes, stammt aus Hofstetten, und ist eine begeisterte Anhängerin seiner Schwarzwald-Bilder.

 Überhaupt melden sich viele Schwarzwälderinnen, die heute fern vom Schwarzwald leben "müssen", sage ich mal etwas traurig und zugespitzt, und bestellen Drucke von den Bollenhut-Bildern. Sie sollen wohl nicht nur das Heimweh mildern, sondern in der Fremde zeigen, wie schön die Schwarzwälderinnen und der Schwarzwald sind.

 Es ist übrigens nicht das erste Mal, das Maxens Bilder als Dekoration genommen werden. Ich habe viele Prospekte und Kataloge bis hin zu Kochbüchern, in denen seine Bilder als Hintergrund „bella figura“ machen - so nach dem Motto: Qualität zu Qualität, Schönheit zu Schönheit - und ganz allgemein den Stil der Lebensführung zeigen sollen.

 Genug des Lobes, Max ist sowieso schon eingebildet genug. Im Grunde schwebt er immer in anderen Regionen. Manchmal beneide ich ihn um seine Fähigkeit, die Wirklichkeit zu ignorieren. Man könnte ihn in einen Misthaufen setzen (und wirtschaftlich gesehen, sind wir da schon oft drin gewesen), er würde nur flüstern: Ach wie schön ist das doch alles.

 Dazu passt, dass er sich stundenlang den Song „Over the Rainbow“ von dem Hawaianer Israel Kamakawiwo Ole anhört. Wenn er damit durch ist, kommen „Fivehundret Miles“ und die Kelly-Family dran. Er hat keine Angst vor Kitsch. Wer sagt überhaupt, was Kitsch ist? Max hört nicht auf andere, schon gar nicht auf die „Meinungsmacher“ in den Feuilletons. Wer wird denn überhaupt Kritiker oder Meinungsmacher? Doch nur, wer es auf künstlerischem Gebiet zu nichts gebracht hat, obwohl er es versucht hat. Nun pochen diese Kritiker auf ihren Geschmack, der ja schon kräftige Niederlagen erlitten hat.

 Mal ganz allgemein: Moderne Kunst ist zu verkopft, zu theorielastig. Da bleibt das Gefühl für Schönheit auf der Strecke. Ich gebe gerne zu, dass sich Wahrheit und Schönheit oft ausschließen. Aber die Sehnsucht nach Schönheit ist auch eine Wahrheit, oder nicht? Schreibt mir mal.

Grüß Euch, Erika

 

Weihnachten 2010

Die „Dia-Malerei“

Immer wieder Thema bei unseren Kunden, Freunden, Kritikern und empörten Widersachern ist die Gewohnheit von Max, seine Bildmotive erst mit Diafilm zu fotografieren, dann die Dias auf die Leinwand zu werfen und die Linien zu kopieren. Wobei das nicht ganz stimmt. Er orientiert sich nur an diesen Linien, verlässt sie je nach Gusto früher oder später, um seine eigene Version des Motivs darzustellen. Beweis: Niemand kann im Ernst glauben, dass es so überirdisch schöne Frauen im Kinzigtal gibt, wie Max sie gemalt hat, und doch sind diese Gemälde von Bollenhutträgerinnen nachweisbar nach Fotos von sehr jungen Gutacher Trachtenträgerinnen entstanden, die bei einer Konfirmationsfeier zusammenkamen. Diese jungen Trachtenträgerinnen sehen aber ganz anders aus, als sie später auf den Gemälden zu sehen sind. Also: Entweder malt Max sklavisch Fotos nach (wie etwa Jan Peter Tripp im Elsass), oder er fügt diesen Fotos etwas hinzu, das offensichtlich nicht auf diesen Fotos zu sehen ist (er hat also nach Bundeskanzler Schmidt Visionen, ohne deshalb zum Arzt zu gehen, er zieht es offensichtlich vor, diese Visionen zu malen).

Spricht man Max daraufhin an, gibt er alles zu, verteidigt sich nicht wie z.B. oben in den letzten Sätzen beschrieben. Ich habe ihn mal gefragt, warum er sich nicht wehrt, sondern immer wieder offen wie neulich im Fernsehen nur darüber spricht, dass er nach Dias malt und die Linien der Dias nachzieht. Er hat geantwortet, dass er an dieser Kritik nur sieht, dass die Kritiker nichts von Malerei und Kunstgeschichte verstehen. Im Stillen teile er seine Kritiker sozusagen in Kunstsachverständige und Laien ein. Die Praxis des "Nach-Dias-malen" sei in der Malerei mit der Camera Obscura seit Jahrhunderten üblich. Das wisse doch jeder, der sich mit Kunst und Bildern beschäftige. Das Triumphgeschrei derjenigen, die glauben, einen Maler "ertappt" zu haben, offenbare nichts weiter als Unkenntnis.

Es gebe noch viel mehr Tricks, sagt Max, derer sich die Maler bedient haben und noch bedienen. Sie alle aufzuzählen würde wie eine billige Verteidigung aussehen. Und wie er anhand der Kritik an seiner Dia-Malerei sehe, würde diese Aufzählung der Hilfsmittel (z.B. Perspektivgitter, Storchenschnabel, Gliederpuppe) bei den Kunstfans nur Enttäuschung hervorrufen.

Jeder Beruf habe solche Tricks, meint Max. Und ich denke auch: Der Erfolg des Enthüllungsautors Wallraff beruht zum großen Teil darauf, dass er solche berufsspezifischen Tricks, oder besser gesagt, solche beruflichen Hilfsmittel, wie etwa die, dass Rechtsanwälte in Briefen mit den immer gleichen Textbausteinen arbeiten, ganz egal, wie ihre Fälle aussehen, dass er solche Hilfsmittel auch berufsfremden Laien verraten hat. Und Wikileaks ist dabei, solche "beruflichen Hilfsmittel" oder "Eigenheiten" im großen Stil zu verraten.

Max sagt, jeder möge nur mal in seinem eigenen Beruf nach solchen Hilfsmittel fahnden. Ich meine, da sieht es schlecht aus, denn den meisten sind diese berufsspezifischen Hilfsmittel, oder sagen wir besser, ihr berufliches Know how, derart in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie es gar nicht mehr reflektieren können. Man spricht auch nicht gerne darüber, auch nicht bei der Lehrlingsausbildung, weil man diesen Berufs-Vorteil für sich selbst wahren will. Man hält seine Hilfsmittel wahrscheinlich für persönliche Errungenschaften und ahnt nicht, dass andere auch schon längst darauf gekommen sind. Hier ist das Konkurrenzdenken so stark ausgeprägt, dass man die Religionshüter mal darauf aufmerksam machen sollte.

 

Nun, sei dem, wie es wolle, auf jeden Fall aber wünsche ich Euch allen: fröhliche Weihnachten! Wir erinnern uns an Weihnachten, dass Christus uns sein Know how verraten hat.

 Herzlichst Erika

 

2.12.10

 

In Wikipedia

Seit einiger Zeit berichtet Wikipedia über Max. „Ja aber, in Wikipedia kann man sich doch selber setzen!“, höre ich oft. Ja, kann man, haben wir aber nicht. Eines Tages waren wir einfach drin. Wir wissen nicht, wer es war, beziehungsweise die Autorennamen sind oft Pseudonyme und sagen uns nichts. Wir haben dann nur einige Fehler korrigiert und wollten die Literaturliste um die Überschriften aller Zeitungsartikel ergänzen, die über Max erschienen sind. Sie wurden alle abgelehnt und wieder herausgenommen. Wir rätselten lange, warum das so ist. Bis wir draufkamen: Es wurden nur solche Berichte übernommen, die im Internet beweisbar waren. Alles andere wurde ausgemerzt. Also Artikel, die nicht im Internet  nachprüfbar sind, gelten bei Wikipedia nicht. Es gibt bei Wikipedia anscheinend einige Oberkorrektoren oder Lektoren oder Redakteure, die über die Einhaltung bestimmter Sitten wachen. (Oder es sind Automatismen der Rechner).

 

Liebe Grüße, Erika

 

6.11.10

 

Hallo Leute,

oft herrscht Verwirrung über meinen Namen: Ist sie nun Frau Köhler, die Ehefrau von Max Köhler, oder heißt sie Erika Hansen-Lorenzen. Beides stimmt. Wir haben vor fünf Jahren geheiratet, aber es wären so viele Änderungen nötig gewesen und alles hätte Geld gekostet. So heiße ich also weiter Erika Hansen-Lorenzen und bin die Ehefrau von Max Köhler. Ihr könnt mich natürlich der Einfachheit halber auch Frau Köhler nennen.

Die Galerie, die wir in Scheune und Stall unseres Bauerhofs installiert haben und die momentan ausschließlich Gemälde und Drucke von Max Köhler verkauft, heißt Galerie Hansen. Dass dem so ist, hat gute Gründe. Wir haben vor Jahren beschlossen, dass ich mich dem Verkauf widme, weil ich nicht so ungemütlich zu Kunden bin wie Max. Ihr habt ihn ja sicher alle schon mal in seiner „Künstler-Manier“ erlebt: entweder in seiner Welt und nicht bei der Sache, oder so überdreht, dass er keine Grenzen kennt. Ein Kunde hat mal gesagt, er schießt gerne übers Ziel hinaus, leider trifft er dann auch schon mal und verärgert jemanden. Doch das ist wirklich nie böse gemeint, es entspricht dann einfach seiner momentanen Stimmung.

Na ja, Künstler eben.

Seid froh, dass Ihr keinen im Haus habt.

Erika

 

25. Oktober 2010

Liebe Freunde,

ich habe dem neu eingerichteten "Löwen" in Lahr ein paar Bilder gegeben. Architekt Grossmann, der den "Löwen" gekauft hat, hat mich den neuen Wirten, die aus meiner alten Heimat Franken und recht nett sind, empfohlen. Die Bilder sind aber nicht ewig zu sehen. Sie sind nur geliehen, damit der neue "Löwe" zur Eröffnung nicht so kahl aussieht. In 14 Tagen hol ich sie wieder ab. Wer also gut italienisch essen und neue Bilder von Köhler gucken möchte, ab nach Lahr in den "Löwen" (neben dem alten roten Rathaus, das jetzt "Kulturrathaus" ist, und der Produzenten-Galerie "L'art pour Lahr"). Bon appetit!

Im Hotel "Dollenberg" hängen auch ein paar Bilder von Max. Der Hotelbesitzer Meinrad Schmiederer hätte sie schon zehnmal verkaufen können. Er will aber nicht. Er will sie behalten. Ab und zu kommt ein Hotelgast zu uns nach Schutterwald runter und guckt sich weitere Bilder an. Gerne. Die Galerie ist selbstverständlich offen, wenn ich auch im Moment nicht so gut drauf bin, weil ich mich um meine kranken Eltern kümmern muss.

Habt Ihr auch die Wiederholung der Fernsehsendung von Hansy Vogt mit Max gesehen? Die Resonanz war enorm. Es gucken doch mehr Menschen das Dritte als man glaubt. Ich erinnere mich oft an diesen Drehtag, es war ja das erste Mal (den 2. Fernsehauftritt vergesse ich lieber, da war Max nämlich so ein echt launischer Künstler). Gefühlte 30 Fernsehleute trampelten im Atelier herum, Max musste malen und ich assistieren (ich hatte meinen schönsten Hosenanzug an, der durch die Hektik dann auch Spuren, sprich Farbe abbekam), Kaffee kochen usw. Nach dem Dreh (erst waren wir ja vor Ort im Schuttertal, dort war’s ganz schön kalt; dann ab nach Schutterwald und hier die Technik aufgebaut und abgedreht. Alles in Allem waren es vielleicht 6 Stunden – für einen Beitrag von vielleicht 10 Minuten!) habe ich dann alle verköstigt. Schnell Tische zusammenstellen, für so viele Menschen mussten wir Stühle vom Speicher holen (und abwaschen), weil wir nicht so viele unten hatten, doch es war ein netter Abend, denn die Redakteure, Kameraleute, Assistenten und die von der Maske sind während eines Drehs sonst immer im Hotel - und da ist es wahrscheinlich nicht so persönlich. Viel Stress für mich, aber natürlich: Ein Fernsehbericht über Max ist immer gut für die Publicity.

Viele wollten wissen, wie diese Fernsehsendung eigentlich zustande kam (vielleicht, weil sie selbst ins Fernsehen wollen?). Also, es war so wie immer: Zufall. Es war im Sommer vor zwei Jahren. Oder vor drei? Weiß ich nicht mehr so genau. Der zuständige Redakteur für die "Sonntagstour" mit Hansy Vogt war in Urlaub. Ihn vertrat ein Redakteur aus Stuttgart. Der Termin für die Sendung über die Ortenau stand an. Der Stuttgarter Redakteur hatte keine Ahnung, wer in der Ortenau was macht. Die "Sonntagstour" bringt ja immer alte Berufe. Der Redakteur ging also zum Landrat Brodbeck und fragte ihn unter anderem auch, ob es nicht einen alten, "richtigen" Schwarzwaldmaler in der Ortenau gäbe. Brodbeck wie aus der Pistole geschossen: Max Köhler in Schutterwald. Da hat der Max aber Glück gehabt. Und ich mit meiner Galerie natürlich auch.

Es grüßt Euch Erika

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